Pool Billard Regeln

Regeln/220


INHALT

 ANWEISUNGEN FÜR SCHIEDSRICHTER

 Punkt 2.19

Punkt 2.21

2.20 Beurteilung von Durchstößen

(1) Beträgt die Entfernung zwischen der Weißen und der farbigen Kugel weniger als die Stärke eines Stückes Kreide, so hat der Schiedsrichter besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen.
(2) Läuft in einer solchen Situation die Weiße der farbigen Kugel mehr als eine halbe Kugelstärke nach, so liegt meistens ein Foul vor. Dies gilt nicht, wenn der Schiedsrichter sicher sagen kann, dass ein korrekter Stoß ausgeführt wurde.

Kommentar:

Wenn die "Weiße" schneller ist als die "Farbige", dann liegt meist ein Durchstoß vor. Das heißt umgekehrt nicht, dass der Stoß korrekt gewesen sein muss, wenn die "Weiße" langsamer läuft als die "Farbige". Durchstöße können oftmals am Klang erkannt werden.
Liegt die "Weiße" nicht press am Objektball ist folgendes zu beachten:
Wenn die Zielrichtung des Queues am Objektball vorbei zeigt, liegt bei einem normal ausgeführten Stoß (kein Kopfstoß), nie ein Foul vor, es sei denn der Schiedsrichter kann genau sagen, dass die "Weiße" nicht (nur) mit der Pomeranze gespielt wurde. Ein Kopfstoß in Richtung des Objektballs ist ebenfalls kein Foul, wenn die gedachte Verlängerung des Queues nicht in den Objektball zeigt.
Ein direkter normaler Stoß in Richtung der "Farbigen" ist dagegen immer Foul bei fast press an der "Weißen" liegenden Kugeln.